Marcus Knauf und Arno Frühwald stellen zusammen mit Umweltminister Remmel Klimaschutzstudie vor

Auf der LIGNA 2013 in Hannover, der weltweit größten Messe der Holzbranche, wurden heute nachmittag in einer Pressekonferenz die wichtigsten Ergebnisse der Studie „Beitrag des NRW Clusters ForstHolz zum Klimaschutz“ vorgestellt.

Vor ca. 50 Besuchern präsentierte der nordrhein-westfälische Umweltschutzminister Johannes Remmel zusammen mit Andreas Wiebe (Leiter des Landesbetriebs Wald und Holz NRW) und den Autoren Arno Frühwald und Marcus Knauf die wichtigste Ergebnisse der Studie.

Die Studie „Der Beitrag des NRW Clusters ForstHolz zum Klimaschutz“ kann auf der Homepage des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen abgerufen werden; als Kurzfassung .

Zur Pressemitteilung des Landesbetriebs Wald und Holz NRW

Umweltminister Johannes Remmel,  Andreas Wiebe (Leiter des Landesbetriebs Wald und Holz NRW), Marcus Knauf und Arno Frühwald stellen die Studie vor;  Moderation Anja Brokjans (Foto: Alois Hren, Landesbetrieb Wald und Holz NRW)
Umweltminister Johannes Remmel, Andreas Wiebe (Leiter des Landesbetriebs Wald und Holz NRW), Marcus Knauf und Arno Frühwald stellen die Studie vor; Moderation Anja Brokjans (Foto: Alois Hren, Landesbetrieb Wald und Holz NRW)

 

Nationalpark Nordschwarzwald: Wenn man einen Nationalpark will, dann gibt es keine Alternative zum Nationalpark

Unmittelbar nach der Veröffentlichung des von Arno Frühwald und Marcus Knauf erstellten Kurzgutachtens „Sozioökonomische Aspekte und Aspekte des Klimaschutzes innerhalb der Diskussion um einen möglichen Nationalpark im Nordschwarzwald“ (vgl. Fachartikel vom 22.03.2013 im Holz-Zentralblatt) meldete sich das zuständige Ministerium für Ländlichen Raum in einer Presseerklärung zu Wort und bezeichnete das Gutachten als „Gutachten der Sägelobby“; der verantwortliche Minister twitterte am Nachmittag als AlexBonde „Ihr lieben Lobbyisten“. Die Pressemitteilung kritisierte das methodische Vorgehen des Kurzgutachtens mit den Worten: „Das Ergebnis des Kurzgutachtens hat dann auch mit der realen Struktur der Holz- und Sägeindustrie in Baden-Württemberg und im Nordschwarzwald wenig zu tun.“

Am 8. April wurde vom baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann das vom Land in Auftrag gegebene Gutachten zu einem potenziellen Nationalpark Nordschwarzwald vorgestellt. Das Gutachten, federführend von Pricewaterhousecoopers (PwC) erstellt („PwC-Gutachten“), kommt bezüglich der sozioökonomischen Effekte grundsätzlich zum gleichen Ergebnis wie das Kurzgutachten der Holzwirtschaft. In einem Beitrag im Holz-Zentralblatt „Gutachten bringt doch Unerwartetes“ vergleichen Arno Frühwald und Marcus Knauf die Ergebnisse der beiden Gutachten.

Auf den mehr als 1.200 Seiten des PwC-Gutachtens finden Frühwald und Knauf die entscheidende zusammenfassende Wertung des PwC-Gutachtens: „Soll in Baden-Württemberg großflächiger und ungestörter Prozessschutz ermöglicht werden, gibt es keine naturschutzfachlichen Alternativen zu einem Nationalpark.“ (S. 19) Zu diesem Satz bieten sie eine Übersetzungshilfe, die die Interpretationen des PwC-Gutachtens aus ihrer Sicht auf den entscheidenden Punkt bringt: „Wenn man einen Nationalpark will, dann gibt es keine Alternative zum Nationalpark.“

Nationalpark Nordschwarzwald – Gutachten und Fachartikel

Heute wurde das von Arno Frühwald und Marcus Knauf angefertigte Kurzgutachten
„Sozioökonomische Aspekte und Aspekte des Klimaschutzes innerhalb der Diskussion um einen möglichen Nationalpark im Nordschwarzwald“ vorgelegt. Dieses Gutachten wurde im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher e.V., der Deutschen Säge- und Holzindustrie und dem Verband der Säge- und Holzindustrie Baden-Württemberg e.V. erstellt.

Zeitgleich haben die Autoren in einem Fachartikel im Holz-Zentralblatt die wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst. Ihr Fazit: „Es ist davon auszugehen, dass durch die Einrichtung eines Nationalparks Nordschwarzwald mittel- und langfristig eine Rohholzmenge von 50.000 Efm/Jahr (überwiegend Nadelholz) nicht mehr zur Verfügung steht. Die nicht mehr bereitgestellte Holzmenge steht anderenorts nicht zusätzlich zur Verfügung und damit nicht für den Einschnitt zu Schnittholz und die Weiterverarbeitung. Damit gehen mehr als 45 Mio. Euro/Jahr direkte und indirekte ökonomische Wertschöpfung (entsprechend 600 bis 700 Arbeitsplätze) und Vorteile im Klimaschutz (Emissionsvermeidung von 90.000 t CO2/Jahr) verloren.“

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