All posts in Vortrag

Vorstellung des Projekts BEKLIFUH

Am Donnerstag, 24.11.2016, wurden die Ergebnisse des Projekts „Bewertung der Klimaschutzleistungen der Forst- und Holzwirtschaft auf lokaler Ebene (kurz: BEKLIFUH)“ vor ca. 100 Teilnehmenden in Düsseldorf vorgestellt. BEKLIFUH wurde in den letzten beiden Jahren im Rahmen des Waldklimafonds gefördert. Projektpartner waren die Universität Hamburg (Weltforstwirtschaft), Knauf Consulting (Bielefeld), der Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen und der Deutsche Städte- und Gemeindebund.

In der ganztägigen Veranstaltung im Düsseldorfer Malkasten wurde am Vormittag die Rolle von Wald, nachhaltiger Forstwirtschaft und Holzverwendung im Klimawandel aus mehreren Perspektiven beleuchtet:

Als Vertreter der nordrhein-westfälischen Landesregierung sprach der Landesforstchef Hubert Kaiser (MKULNV NRW) über die Bedeutung der Forst- und Holzwirtschaft als einem Baustein der NRW-Klimaschutzpolitik. Mit dem Klimaschutzgesetz und dem nordrhein-westfälischen Klimaschutzplan, der im Dezember 2015 vom Landtag verabschiedet wurde, sieht sich NRW als Vorreiter im Klimaschutz. Hubert Kaiser stellte vor, dass die Klimaschutzleistungen der Forst- und Holzwirtschaft hierbei ein wichtiger Aspekt im Klimaschutzplan sind.

Dr. Eckhard Heuer vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) stellte den Bezug des Themas zu den internationalen Klimaverhandlungen her und arbeitete u. a. den Unterschied von der Notwendigkeit des Schutzes von Primärwäldern (zum Beispiel in den Tropen) und der Vorteilhaftigkeit des Holznutzung für den Klimaschutz in nachhaltig bewirtschafteten Wäldern heraus. Dr. Heuer präsentierte die Grundzüge des Klimaschutzplans 2050 der Bundesregierung, der bei den aktuellen Klimaverhandlungen in Marrakesch von Barabara Hendricks vorgestellt wurde. Der Klimaschutzplan würdigt (nach Überarbeitung und Anpassung des ursprünglichen Ressortentwurfs) den Beitrag der Forst- und Holzwirtschaft umfassend. Zum Abschluss gab Dr. Heuer einen Überblick über die Förderung durch den Waldklimafonds des Bundes.

Andreas Wiebe (Leiter von Wald und Holz NRW) und Bernhard Halbe (Bürgermeister der Stadt Schmallenberg und Vorsitzender des kommunalen Waldbesitzerverbandes NRW) präsentierten für ihren jeweiligen Bereich des Staatsforsts bzw. des Kommunalwalds  wichtige Aspekte des Themas Klimaschutz. Andreas Wiebe machte dabei deutlich, wie wichtig der Aspekt der Holznutzung für den Klimaschutz ist. Bernhard Halbe stellte das „Integrierte Kommunale Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzept (IKKK)“ der Stadt Schmallenberg vor.

Dr. Marcus Knauf (Knauf Consulting) stellte als Projektkoordinator das Projekt BEKLIFUH vor und illustrierte an einem Beispielbetrieb die Möglichkeiten des Softwaretools für Forstbetriebe.

In einer Podiumsdiskussion kamen Vertreter der Forstbetriebe zu Wort (Nicole Schmalfuß, Städt. Forstamt Freiburg; Dr. Eberhard Piest, Gräflich von Spee’sche Forstbetriebe, Düsseldorf; Roland Schockemöhle, Regionalforstamt Hochstift, Bad Driburg). Mit ihnen zusammen wurde das Softwaretool in den letzten beiden Jahren entwickelt und angepasst. In der Podiumsdiskussion wurde u. a. über die Möglichkeiten gesprochen, wie das Softwaretool BEKLIFUH dazu beitragen kann, das abstrakte Thema der Klimaschutzleistung der Waldbewirtschaftung zu veranschaulichen.

Nach der Mittagspause wurde durch drei Fachvorträge das Softwaretool BEKLIFUH näher vorgestellt. Dr. Volker Mues vom Zentrum Holzwirtschaft der Universität Hamburg präsentierte die waldbauliche Simulation und Kohlenstoffberechnung mit dem Softwaretool, Dr. Marcus Knauf die Modellierung der Holzverwendung und Dr. Hans Jörg Schnellbächer zeigte die Menüführung des Tools. Die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit mit den Referenten über ihre Fragen zu dem Tool zu diskutieren.

Das Softwaretool BEKLIFUH wird durch den Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen nach Ende der Projektlaufzeit von BEKLIFUH ab Januar 2017 verfügbar gemacht. Das Tool kann von Forstbetrieben dann kostenfrei über das Internet genutzt werden.

Eine umfangreiche Vorstellung des Projekts erschien am 25.11.2016 im Holz-Zentralblatt: Analyse der Klimaschutzleistung von Forstbetrieben. Waldklimafondsprojekt »Beklifuh« entwickelt Softwaretool zur lokalen Bewertung

Weitere Informationen zu BEKLIFUH

 

Fotos (auch Beitragsbild): Wald und Holz NRW

Dialog auf dem 1. Deutschen Waldtag: Klimaschutz durch Holzverwendung – aktive Beteiligung durch Staat und Bürger

Am Vormittag eröffnete Bundesminister Christian Schmidt am 18.10.2016 den 1. Deutschen Waldtag in Berlin. Nach einer Keynote von Elisabeth Köstinger, Mitglied des Europäischen Parlaments sowie einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion standen am Nachmittag die Walddialoge zu den drei Themen Waldnaturschutz, Holz und Sport, Erholung, Gesundheit auf dem Programm. Nach einem Impulsvortrag der Moderatoren erfolgte in drei Workshops eine Diskussion, die Grundlage für Empfehlungen für die Fachkonferenz der Leiterinnen und Leiter der Forstverwaltungen des Bundes und der Länder mit Spitzenvertretern der Verbände am nächsten Tag bildete.

Am Workshop Holz mit dem Thema „Klimaschutz durch Holzverwendung – aktive Beteiligung durch Staat und Bürger“ nahmen ca. 65 Vertreterinnen und Vertreter aus der Forst- und Holzwirtschaft und den Umwelt- und Naturschutzverbänden teil. Der Workshop wurde von Marcus Knauf moderiert; eine Parallelsession, die von Wilhelm Unnerstall moderiert wurde, beschäftigte sich unter dem Motto „Holzverwendung mit gutem Gewissen! Worauf ist zu achten?“ mit dem Thema der Zertifizierung von Holz.

Beitragsbild: Präsentation der Ergebnisse des Workshops Holz im Plenum (Foto: FNR)

Holz als neuer Werkstoff – Innovationen mit holzbasierten Materialien

Mehr als 200 Teilnehmenden nahmen am 2. Kooperationsforum von Bayern Innovativ „Holz als neuer Werkstoff – Innovationen mit holzbasierten Materialien“ teil. Tagungsort war am 12.11. der Salzstadel in Regensburg.

Nach einem Grußwort des Amtschefs des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Hubert Bittlmayer referierte Marcus Knauf über wichtige Entwicklungen im bayerischen Holzbau. Die vorgestellten Ergebnisse wurden im Rahmen der Clusterstudie Forst und Holz in Bayern, die im Februar/März 2016 vorgestellt werden soll, erarbeitet. In seinem Referat fokussierte Marcus Knauf auf fünf für den bayerischen Holzbau wichtige Themen:

  1. Wohnungsbau: Das Zugpferd für den Holzbau
  2. Nichtwohnbau: Wolken am blauen Himmel
  3. In den Regionen: Die Stadt-Land-Differenz sich
  4. Holzbauvolumen: Eigenheime und Gewerbebau dominant
  5. Holzbaupotenziale: Rechnerische Potenziale und die Schwierigkeit, sie zu erschließen
Bildnachweis: Matthias Merz/Bayern Innovativ GmbH

Fotos (auch Beitragsbild): Matthias Merz/Bayern Innovativ GmbH

Zum Abschluss seines Vortrages stellte Marcus Knauf das „Handlungsprogramm Holzbau Bayern 2020“ des von der Clusterinitiative Forst und Holz in Bayern koordinierten Zukunftsnetzwerks Holzbau Bayern und dessen sieben Handlungsziele vor.

Push oder Pull bei leichten Möbeln? Marcus Knauf spricht auf der Mitgliederversammlung des igeL

Am Montag, dem 18.11.2013, trafen sich gut 30 Mitglieder der Interessengemeinschaft Leichtbau e.V. (igeL) zu ihrer jährlichen Mitgliederversammlung. Gastgeber der Veranstaltung war die Firma Egger in Brilon.

Prof. Martin Stosch, ein Schwergewicht des Leichtbaus, gibt den Vorsitz des igeL ab

Prof. Martin Stosch, ein Schwergewicht des Leichtbaus, gibt den Vorsitz des igeL ab (re); Dr. Hannes Frank (li)

Auf der Tagesordnung stand u.a. die Wahl eines neuen Vorstandes. Der Gründungsvorstand und langjährige Frontmann des igeL Prof. Martin Stosch verabschiedete sich aus eigenem Wunsch als 1. Vorsitzender. Dem neu gewählten Vorstand gehören Oliver Hunger (Hunger Möbelproduktions GmbH) als erster Vorsitzender, Manfred Riepertinger (Egger-Gruppe) und Dr. Hannes Frank als stellvertretende Vorsitzende sowie Dr. Olaf Plümer (VHK) als Schatzmeister an.

 

 

Marcus Knauf spricht auf der Mitgliederversammlung des igeL zu "Push oder Pull bei leichten Möbeln"

Marcus Knauf spricht auf der Mitgliederversammlung des igeL zu „Push oder Pull bei leichten Möbeln“

Als Gastredner sprach Marcus Knauf auf der Veranstaltung zu dem Thema „Push oder Pull bei leichten Möbeln? Ergebnisse der empirischen Marktuntersuchung zur Akzeptanz von Möbeln aus leichten Werkstoffen im Rahmen der Leichtbauoffensive OWL.“ Neben der Einstellung von Verbraucherinnen und Verbrauchern zu Möbelleichtbau beleuchtete Marcus Knauf insbesondere die Rolle des Möbelhandels. Gerade dort, also in der Kommunikation vom Hersteller zu den Kundinnen und Kunden, verortet er auf Basis seiner Marktforschungsergebnisse die größten Hemmnisse bei der Akzeptanz leichter Möbel.

Die Pressemitteilung zur gesamten Veranstaltung findet sich unter: Presseinfo igeL

Hier zur Berichterstattung im Holz-Zentralblatt:
Schwer gleich gut vs. leicht gleich clever.

Klimaschutz und Holzbrückenbau

Am 20. November 2013 findet in Dortmund die Informationsveranstaltung „Holzbrücken im kommunalen Straßen- und Wegebau in NRW. Eine Chance für die regionale Wirtschaft“ statt. Auf der Veranstaltung spricht Marcus Knauf über „Holz als Klimaschützer – Klimaschutzleistung der Holzverwendung“. Die Veranstaltung wird vom Landesclustermanagement Wald und Holz NRW organisiert; Anmeldungen sind dort noch bis zum 15.11.2013 möglich.

Die Einladung zur Veranstaltung finden Sie unter: Einladung „Holzbrücken im kommunalen Straßen- und Wegebau

Vorstellung von Klimastudie vor kommunalen Waldbesitzern

Marcus Knauf hat am 11.07.2013 die Ergebnisse der Studie „Beitrag des NRW Clusters ForstHolz zum Klimaschutz“  vor dem erweiterten Vorstand des Gemeindewaldbesitzerverbandes Nordrhein-Westfalens in Remscheid vorgestellt.

Im Remscheider Röntgenmuseum entwickelte sich eine intensive Diskussion darüber, welche Konsequenzen die aus Gründen des Klimaschutzes sinnvolle verstärkte Kaskadennutzung des Holzes (d. h. erst stoffliche und dann energetische Holznutzung) haben wird. Der Energieholzeinsatz in Privathaushalten (Scheitholz) hat in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen. Die Bürgerinnen und Bürger haben das Heizen mit Holz als ökologische (Holz als CO2-neutraler Brennstoff) und ökonomische Alternative zu fossilen Energieträgern entdeckt und entsprechende Heizungsanlagen installiert. Die Kommunalvertreter befürchten daher, dass eine Forderung nach einer verstärkten Kaskadennutzung zu einer Verknappung des Angebots an Brennholz und damit zu erheblichen Widerständen bei den Bürgerinnen und Bürgern, die vermehrt Brennholz nachfragen, führen kann.

Am 12.07.2013 haben der Remscheider General-Anzeiger („Geld verdienen fürs Klima: Bürgermeister werben für Holzprodukte“) und die Bergische Morgenpost („Studie: Waldwirtschaft tut Klima gut“) über das Pressegespräch nach der Veranstaltung berichtet.

 

 

EBH-Kongress: Holzbaupotenziale im Schul- und Kitabau

Aufbauend auf einer Studie von 2008 analysierte Marcus Knauf auf dem 6. EBH-Kongress in Köln die aktuelle Situation beim Ausbau der Kindergartenbetreuung für Unterdreijährige. Der Vortrag von Marcus Knauf auf dem EBH-Kongress in gekürzter Fassung:

 

Der Ausbau der Kinderbetreuung für Unterdreijährige bietet selbst bei einem in den nächsten Jahren wachsenden Bedarf an Betreuung nur noch geringe Impulse für den Neubau. Der Bedarf an neuen Gebäuden ist vergleichsweise gering (vgl. Kongressbeitrag Marcus Knauf). Wesentlich größere Impulse für den Kitabau ergeben sich aus der Modernisierung bestehender Gebäude. Mit dem Aufbau der neuen Infrastruktur in den letzten Jahren ist die Instandhaltung und Modernisierung der ca. 50.000 bestehenden Kitas in Deutschland oftmals vernachlässigt worden. Hier besteht in Zukunft erheblicher Nachholbedarf.

Der Kitaausbau führt nicht zu weniger Investitionen im Bestand, sondern zu erhöhten Investitionen. Denn mit einem bedarfsdeckenden Ausbau und einer in manchen Regionen zurückgehenden Bevölkerungszahl müssen sich Kitas immer häufiger im Wettbewerb behaupten. Eltern werden nicht mehr längere Zeit auf einen Kitaplatz warten müssen, Wartelisten wird es nur noch für sehr gute Einrichtungen geben. Aus der Sicht des Marketings kann man davon sprechen, dass sich der Markt für Kinderbetreuung von einem Verkäufer- zu einem Käufermarkt entwickelt. Davon profitieren Kinder und Eltern, aber auch die Pädagoginnen in den Einrichtungen, deren Rahmenbedingungen (Investition in Räume und Gebäude) sich verbessern werden. Träger von Kitas werden hier aktiv werden – nicht nur, um Eltern anzusprechen, sondern auch um qualifizierte Pädagoginnen zu gewinnen und langfristig an die Einrichtung binden zu können.

Klimaschutz und Holzbaupotenziale im Kitabau: Marcus Knauf spricht auf dem EBH-Kongress in Köln

Am 6./7. Juni findet in Köln der 6. Europäische Kongress (EBH 2013) mit dem Thema „Effizientes Bauen mit Holz im urbanen Raum“ statt.

Zusammen mit Arno Frühwald referiert Marcus Knauf am ersten Tag zu dem Thema „Der Beitrag von Forst und Holz zum Klimaschutz: Beispiel Nordrhein-Westfalen“. In dem Beitrag werden Ergebnisse der aktuellen Studie „Der Beitrag des NRW Clusters ForstHolz zum Klimaschutz“ (Kurzfassung) vorgestellt; zugleich wird in dem Referat auf die Potenziale für das Bauen mit Holz eingegangen.

Am 2. Tag der Veranstaltung blickt Marcus Knauf in einem weiteren  Vortrag  auf „Holzbaupotenziale im Schul- und Kitabau“. Auf Basis von Berechnungen einer Marktstudie von Knauf Consulting für den Holzabsatzfonds aus dem Jahr 2008 reflektiert Marcus Knauf die aktuellen Entwicklungen beim Ausbau der Kinderbetreuung für Unterdreijährige. Daneben werden Entscheidungsstrukturen bei Bauentscheidungen im Schul- und Kitabau und Bewertungskriterien des Bauens mit Holz von Bauherren und Planer vorgestellt.

Bildschirmfoto 2013-05-31 um 16.13.40