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Altholz stofflich nutzen oder thermisch verwerten?

Seit einigen Jahren wird intensiv diskutiert, ob und wie die gesetzlichen Grundlagen zum Umgang mit Altholz novelliert werden sollen. Gegenstand der Diskussionen ist die Frage, ob dem Recycling des Altholzes Vorrang vor der energetischen Nutzung eingeräumt werden sollte. Es stellt sich die Frage, ob ein ordnungspolitischer Eingriff in den Altholzmarkt mit einer Privilegierung der stofflichen Altholznutzung dem Ziel des deutschen Kreislaufwirtschaftsgesetzes „Schutz von Mensch und Umwelt“ gerecht wird. In einem Beitrag für das Holz-Zentralblatt, der am 11.08.2017 erschienen ist, führt Marcus Knauf in die Thematik ein, indem er die Potenziale für die stoffliche Altholzverwertung in Deutschland bewertet. Seine anschließende Analyse kommt zu dem Schluss, dass es aus ökobilanzieller Sicht nicht vorteilhaft ist, Altholz stofflich zu verwenden, solange es ein politisches Ziel ist, den Bioenergieanteil zu erhöhen.

Zu dem Beitrag im Holz-Zentralbatt: Altholz stofflich nutzen oder thermisch verwerten?

Schwerpunktthema BEKLIFUH in der Fachzeitschrift AFZ – der Wald

Welchen Beitrag leistet der lokale Wald zum Klimaschutz? Vier Beiträge in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift AFZ-der Wald stellen das Waldklimafondsprojekt „Bewertung der Klimaschutzleistungen der Forst- und Holzwirtschaft auf lokaler Ebene (BEKLIFUH)“ und die Möglichkeiten des BEKLIFUH Softwaretools vor.

Nach einem Überblick über das Projekt und das Softwaretool werden exemplarisch die Ergebnisse der Simulation des Stadtwaldes Höxter dargestellt. So werden an einem realen Beispiel die Möglichkeiten gezeigt, die die Analyse mit dem BEKLIFUH Softwaretool bietet. Der Beitrag stellt wichtige Prinzipien dar, die Grundlage für die Entwicklung des BEKLIFUH Softwaretools waren: Einfache und intuitive Bedienbarkeit, universelle Einsetzbarkeit und hohe Datensicherheit. Der abschließende Beitrag „Nutzungsverzicht oder Holznutzung: ein Missverständnis?“ betrachtet das Thema aus einer theoretischeren Perspektive und bietet einen größeren Rahmen.

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BEKLIFUH auf dem Wood Industry Summit der Ligna

Im Rahmen des Wood Industry Summit auf der Holzfachmesse Ligna am 22. Mai 2017 hat der Landesbetrieb Wald und Holz Nordhein-Westfalen die Veranstaltung „Der Beitrag der Forst- und Holzwirtschaft zur nachhaltigen Entwicklung“ durchgeführt.

Zunächst hat Clemens Neumann, Abteilungsleiter im BMEL, den Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung und die Charta für Holz 2.0 vorgestellt. Anschließend hat Tobias Schauerte von der Universtität Växjö über die schwedische Holzbaustrategie referiert. „Der Klimaschutzplan NRW und Perspektiven für die Forst- und Holzwirtschaft in Nordrhein-Westfalen“ war das Thema des Vortrags von Hubert Kaiser, dem nordrhein-westfälischen Landesforstchef. Im abschließenden Vortrag „Analyse der Klimaschutzleistungen auf lokaler Ebene“ hat Marcus Knauf das Projekt BEKLIFUH vorgestellt.

In der anschließenden Podiumsdiskussion haben die Referenten gemeinsam die Möglichkeiten erörtert, wie sich der Beitrag der Forst- und Holzwirtschaft zur nachhaltigen Entwicklung steigern lässt.

Beitragsbilder: Wald und Holz NRW

Holz-Beton-Verbund – ein Schlüssel zu mehr Holzbau

In der Veröffentlichung Langfristiger Trend zu größeren Gebäuden wurde auf Basis der Statistik der Baufertigstellungen gezeigt, dass a) Gebäude in Deutschland heute größer sind als noch vor 15 Jahren und b) der Holzbau gerade bei größeren Gebäuden deutlich unterrepräsentiert ist. Dies betrifft vor allem den Mehrfamilienhausbau und verschiedene Gebäudearten des Nichtwohnbaus, die heute für den Holzbau von sehr geringer Bedeutung sind.

In einem weiteren Beitrag für das Holz-Zentralblatt wird die Marktstudie “Das Marktpotenzial für Holz-Beton-Verbundkonstruktionen im Bauwesen” vorgestellt, die auf Basis von Expertengesprächen mit Architekten und Planern herausarbeitet, dass der Einsatz von Holz-Beton-Verbundkonstruktionen (HBV) bei der Erschließung dieser Marktsegmente helfen kann. Es werden Marktpotenziale für Holz-Beton-Konstruktionen auf Grundlage der amtlichen Baustatistik abgeleitet und für den Holzbau quantifiziert (Holzverwendung in m3/Umsatz in Euro).

Die Marktstudie “Das Marktpotenzial für Holz-Beton-Verbundkonstruktionen im Bauwesen” wurde für das Netzwerk Holzbau Augsburg durchgeführt und im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) gefördert.

Die Studie wurde auch in dem englischsprachigen Beitrag Market potentials for timber-concrete-composites in Germany’s building construction sector in der Zeitschrift European Journal of Wood and Wood Products veröffentlicht.

Zu dem Beitrag im Holz-Zentralbatt: Holz-Beton-Verbund – ein Schlüssel zu mehr Holzbau. Analyse der Marktpotenziale von Holz-Beton-Konstruktionen in Deutschland

Welchen Wert hat der Wald? Eine Antwort aus Sicht des Klimaschutzes

Die Frage „Welchen Wert hat Wald?“ diskutierten am 07.02.2017 Referentinnen und Referenten aus den Bereichen Forstwirtschaft, Naturschutz und Wissenschaft auf einer Kooperationsveranstaltung von Wald und Holz NRW, NABU NRW und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald im Forstlichen Bildungszentrum Arnsberg.

Marcus Knauf hat mit seinem Beitrag „Bewertung der Klimaschutzleistung der Forst- und Holzwirtschaft“ eine Antwort aus Sicht des Klimaschutzes gegeben.

Weitere Informationen zu der Veranstaltung und den Vorträgen

Foto: Wald und Holz NRW

Vortrag zu Kohlenstoffbilanzen auf dem Freiburger Winterkolloquium

Flächenstilllegungen und Extensivierung – Wie können wir uns so etwas leisten? Unter diesem Titel widmete sich das 37. Freiburger Winterkolloquium Forst und Holz den möglichen Auswirkungen einer Extensivierung der Waldbewirtschaftung. Mit fast 600 Teilnehmenden war das Interesse an diesem Thema so groß, dass die Veranstaltung ins Audimax der Universität Freiburg verlegt wurde.

Marcus Knauf und Arno Frühwald haben mit ihrem Vortrag „Kohlenstoffbilanzen für Waldbau- und Holznutzungsstrategien als Instrument der Forst- und Holzwirtschaft“ vorgestellt, wie man sachgerechte forstpolitische Entscheidungen treffen kann, die den Klimaschutz im Kontext sonstiger Ansprüche an den Wald (Naturschutz, Ökonomie etc.) einbeziehen.


Prof. Dr Arno Frühwald

Der Vortrag von Marcus Knauf und Arno Frühwald:

 

Fotos (auch Beitragsbild): Professur Forstliche Verfahrenstechnik, Universität Freiburg

Langfristiger Trend zu größeren Gebäuden als Herausforderung für den Holzbau

Auf Basis der im August dieses Jahres veröffentlichten Daten des Statistischen Bundesamtes zur Bautätigkeit hat Marcus Knauf die aktuellen Entwicklungen im Baumarkt in Deutschland mit einem Fokus auf dem Holzbau analysiert. Das Volumen der Gebäude wurde dabei in die Analyse mit einbezogen; dadurch konnte gezeigt werden, dass zum einen die Gebäude heute durchchnittlich größer sind als noch vor 15 Jahren und zum anderen der Holzbau gerade bei großvolumigen Gebäuden noch deutlich unterrepräsentiert ist.

Ein eindeutiger Trend zu großvolumigeren Gebäuden lässt sich sowohl für den Mehrfamilienhausbau als auch für den Nichtwohnbau erkennen. Der Holzbau ist damit konfrontiert, für diese Herausforderung größerer Bauwerke eine Lösung zu finden. Die sehr geringen Holzbauquoten insbesondere im Mehrfamilienhausbau wie auch in verschiedenen Gebäudearten des Nichtwohnbaus deuten darauf hin, dass der Holzbau sich damit in den letzten Jahren schwergetan hat.

Die Analyse ist als Beitrag im Holz-Zentralblatt veröffentlicht worden: Langfristiger Trend zu größeren Gebäuden. Statistik der Baufertigstellungen zeigt Herausforderungen für den Holzbau

BEKLIFUH – Tool zur Analyse der Klimaschutzleistung von Forstbetrieben

Seit Ende 2014 wurde durch das Waldklimafondsprojekt „Bewertung der Klimaschutzleistungen der Forst- und Holzwirtschaft auf lokaler Ebene – BEKLIFUH“ ein Softwaretool entwickelt, mit dessen Hilfe sich die Auswirkungen der verschiedenen Waldbewirtschaftungs- und Holzverwendungsoptionen auf die CO2-Speicher- und Substitutionspotenziale von Wald und Holz untersuchen und bewerten lassen. Damit wird die Basis geschaffen, um die Klimaschutzeistungen der Forst- und Holzwirtschaft sowohl ganzheitlich als auch lokal angemessen zu berücksichtigen.

In einem Beitrag für das Holz-Zentralblatt wurde der den Ansatz und die Möglichkeiten des Projekts vorgestellt. In dem Beitrag wurden exemplarische Ergebnisse auf Basis eines Beispielbetriebs  gezeigt. Für diesen Beispielbetrieb zeigt sich, dass eine auf Holznutzung orientierte Waldbewirtschaftung langfristig vorteilhaft ist, wenn eine ganzheitliche Betrachtung und Analyse der Forst-Holz-Kette stattfindet.

Das Softwaretool wird durch den Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen nach Ende der Projektlaufzeit ab Januar 2017 verfügbar gemacht. Forstbetriebe können es kostenfrei über das Internet nutzen.

Zu dem Beitrag im Holz-Zentralblatt: Analyse der Klimaschutzleistung von Forstbetrieben. Waldklimafondsprojekt »Beklifuh« entwickelt Softwaretool zur lokalen Bewertung

Weitere Informationen zu BEKLIFUH

Vorstellung des Projekts BEKLIFUH

Am Donnerstag, 24.11.2016, wurden die Ergebnisse des Projekts „Bewertung der Klimaschutzleistungen der Forst- und Holzwirtschaft auf lokaler Ebene (kurz: BEKLIFUH)“ vor ca. 100 Teilnehmenden in Düsseldorf vorgestellt. BEKLIFUH wurde in den letzten beiden Jahren im Rahmen des Waldklimafonds gefördert. Projektpartner waren die Universität Hamburg (Weltforstwirtschaft), Knauf Consulting (Bielefeld), der Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen und der Deutsche Städte- und Gemeindebund.

In der ganztägigen Veranstaltung im Düsseldorfer Malkasten wurde am Vormittag die Rolle von Wald, nachhaltiger Forstwirtschaft und Holzverwendung im Klimawandel aus mehreren Perspektiven beleuchtet:

Als Vertreter der nordrhein-westfälischen Landesregierung sprach der Landesforstchef Hubert Kaiser (MKULNV NRW) über die Bedeutung der Forst- und Holzwirtschaft als einem Baustein der NRW-Klimaschutzpolitik. Mit dem Klimaschutzgesetz und dem nordrhein-westfälischen Klimaschutzplan, der im Dezember 2015 vom Landtag verabschiedet wurde, sieht sich NRW als Vorreiter im Klimaschutz. Hubert Kaiser stellte vor, dass die Klimaschutzleistungen der Forst- und Holzwirtschaft hierbei ein wichtiger Aspekt im Klimaschutzplan sind.

Dr. Eckhard Heuer vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) stellte den Bezug des Themas zu den internationalen Klimaverhandlungen her und arbeitete u. a. den Unterschied von der Notwendigkeit des Schutzes von Primärwäldern (zum Beispiel in den Tropen) und der Vorteilhaftigkeit des Holznutzung für den Klimaschutz in nachhaltig bewirtschafteten Wäldern heraus. Dr. Heuer präsentierte die Grundzüge des Klimaschutzplans 2050 der Bundesregierung, der bei den aktuellen Klimaverhandlungen in Marrakesch von Barbara Hendricks vorgestellt wurde. Der Klimaschutzplan würdigt (nach Überarbeitung und Anpassung des ursprünglichen Ressortentwurfs) den Beitrag der Forst- und Holzwirtschaft umfassend. Zum Abschluss gab Dr. Heuer einen Überblick über die Förderung durch den Waldklimafonds des Bundes.

Andreas Wiebe (Leiter von Wald und Holz NRW) und Bernhard Halbe (Bürgermeister der Stadt Schmallenberg und Vorsitzender des kommunalen Waldbesitzerverbandes NRW) präsentierten für ihren jeweiligen Bereich des Staatsforsts bzw. des Kommunalwalds  wichtige Aspekte des Themas Klimaschutz. Andreas Wiebe machte dabei deutlich, wie wichtig der Aspekt der Holznutzung für den Klimaschutz ist. Bernhard Halbe stellte das „Integrierte Kommunale Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzept (IKKK)“ der Stadt Schmallenberg vor.

Dr. Marcus Knauf (Knauf Consulting) stellte als Projektkoordinator das Projekt BEKLIFUH vor und illustrierte an einem Beispielbetrieb die Möglichkeiten des Softwaretools für Forstbetriebe.

Der Vortrag von Dr. Marcus Knauf:

 

In einer Podiumsdiskussion kamen Vertreter der Forstbetriebe zu Wort (Nicole Schmalfuß, Städt. Forstamt Freiburg; Dr. Eberhard Piest, Gräflich von Spee’sche Forstbetriebe, Düsseldorf; Roland Schockemöhle, Regionalforstamt Hochstift, Bad Driburg). Mit ihnen zusammen wurde das Softwaretool in den letzten beiden Jahren entwickelt und angepasst. In der Podiumsdiskussion wurde u. a. über die Möglichkeiten gesprochen, wie das Softwaretool BEKLIFUH dazu beitragen kann, das abstrakte Thema der Klimaschutzleistung der Waldbewirtschaftung zu veranschaulichen.

Nach der Mittagspause wurde durch drei Fachvorträge das Softwaretool BEKLIFUH näher vorgestellt. Dr. Volker Mues vom Zentrum Holzwirtschaft der Universität Hamburg präsentierte die waldbauliche Simulation und Kohlenstoffberechnung mit dem Softwaretool, Dr. Marcus Knauf die Modellierung der Holzverwendung und Dr. Hans Jörg Schnellbächer zeigte die Menüführung des Tools. Die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit mit den Referenten über ihre Fragen zu dem Tool zu diskutieren.

Das Softwaretool BEKLIFUH wird durch den Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen nach Ende der Projektlaufzeit von BEKLIFUH ab Januar 2017 verfügbar gemacht. Das Tool kann von Forstbetrieben dann kostenfrei über das Internet genutzt werden.

Weitere Informationen zu BEKLIFUH
 

Fotos (auch Beitragsbild): Wald und Holz NRW