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Push statt Pull für leichte Möbel

In der Studie „lightweight.market – Analyse der Einschätzung von Verbraucherinnen und Verbrauchern zu leichten Werkstoffen im Möbelbau“ wurde von Knauf Consulting empirisch untersucht, wie Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland leichte Werkstoffe im Möbelbau und leichte Möbel beurteilen.

In zwei Zeitschriftenbeiträgen hat Marcus Knauf die Ergebnisse des Projekts nun veröffentlicht:

1) Understanding the consumer – Multi-modal market research on consumer attitudes in Germany towards lightweight furniture and lightweight materials in furniture design (European Journal of Wood and Wood Products)

2) Push statt Pull für Leichtbau (Holz-Zentralblatt)

Fazit: Das Gewicht von Möbeln ist für die Verbraucherinnen und Verbraucher beim Möbelkauf heute wenig relevant. Das Gewicht von Möbeln ist meist schlichtweg kein Thema. Relevant ist das Gewicht bei bestimmten Möbeln wie Stühlen und Matratzen, die häufig bewegt werden müssen (gerade bei älteren Menschen). Eine gesteigerte Mobilität oder ein wachsender Mitnahmehandel führen heute nicht zu einer höheren Akzeptanz leichter Möbel beim Verbraucher. Ein Pull-Effekt von Verbraucherinnen und Verbrauchern für leichte Möbel ist zurzeit nicht zu erwarten.

Wie im letzten Abschnitt ausgeführt wurde, ist das Gewicht von Möbeln für die Verbraucherinnen und Verbraucher beim Möbelkauf wenig relevant. Wenn zukünftig mehr leichtere Werkstoffe im Möbelbau eingesetzt werden, es also einen Push-Effekt der Hersteller gäbe, ist von Seiten der Verbraucher/innen eher kein Widerstand wahrscheinlich. Gegen einen Push-Effekt ist Widerstand im traditionellen Einzelhandel möglich. Dieser Widerstand lässt sich gegebenenfalls durch Aufklärung auflösen.

Die Studie wurde innerhalb des Projekts „Leichtbauoffensive OWL” der Hochschule OWL durchgeführt. Gefördert wurde das Projekt durch das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen und die Europäische Union. Mein besonderer Dank für die gute Zusammenarbeit an Prof. Martin Stosch von der Hochschule OWL.