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EBH-Kongress: Holzbaupotenziale im Schul- und Kitabau

Aufbauend auf einer Studie von 2008 analysierte Marcus Knauf auf dem 6. EBH-Kongress in Köln die aktuelle Situation beim Ausbau der Kindergartenbetreuung für Unterdreijährige. Der Vortrag von Marcus Knauf auf dem EBH-Kongress in gekürzter Fassung:

 

Der Ausbau der Kinderbetreuung für Unterdreijährige bietet selbst bei einem in den nächsten Jahren wachsenden Bedarf an Betreuung nur noch geringe Impulse für den Neubau. Der Bedarf an neuen Gebäuden ist vergleichsweise gering (vgl. Kongressbeitrag Marcus Knauf). Wesentlich größere Impulse für den Kitabau ergeben sich aus der Modernisierung bestehender Gebäude. Mit dem Aufbau der neuen Infrastruktur in den letzten Jahren ist die Instandhaltung und Modernisierung der ca. 50.000 bestehenden Kitas in Deutschland oftmals vernachlässigt worden. Hier besteht in Zukunft erheblicher Nachholbedarf.

Der Kitaausbau führt nicht zu weniger Investitionen im Bestand, sondern zu erhöhten Investitionen. Denn mit einem bedarfsdeckenden Ausbau und einer in manchen Regionen zurückgehenden Bevölkerungszahl müssen sich Kitas immer häufiger im Wettbewerb behaupten. Eltern werden nicht mehr längere Zeit auf einen Kitaplatz warten müssen, Wartelisten wird es nur noch für sehr gute Einrichtungen geben. Aus der Sicht des Marketings kann man davon sprechen, dass sich der Markt für Kinderbetreuung von einem Verkäufer- zu einem Käufermarkt entwickelt. Davon profitieren Kinder und Eltern, aber auch die Pädagoginnen in den Einrichtungen, deren Rahmenbedingungen (Investition in Räume und Gebäude) sich verbessern werden. Träger von Kitas werden hier aktiv werden – nicht nur, um Eltern anzusprechen, sondern auch um qualifizierte Pädagoginnen zu gewinnen und langfristig an die Einrichtung binden zu können.